Gunzesried

Schon vor 2000 Jahren benutzten die Kelten aus dem Illertal das Gunzesrieder Tal als Alpe. Sie trieben ihr Vieh sogar hinauf bis zur Alpe Prinschen.
Vor 1200 Jahren kamen die Alemannen ins Allgäu und auch ins Gunzesrieder Tal. Der erste siedelte im "Buch" und hieß Gunzhart. Nach ihm nannte man das tal das Gunzhartsried - Gunzesried. Ried ist der Name für ein Sumpfgebiet.
Schon bald entstand eine Kapelle und das Dorf auf dem "Kapellenbichl".

Früher standen so ziemlich alle Bauernhäuser eng zusammengedrängt auf dem Kapellenbichl. Die Felder waren in Streifen geteilt, klein und oft entlegen. Da die Bevölkerung des Dorfes zunahm, wurden die Probleme der dichten Siedlungsweise eines Haufendorfes immer größer. Brandgefahr, Seuchengefahr, kleine, verstreute Felder und Streit nahmen zu.

Damals gab es in Gunzesried 60 Bauern, von denen 19 frei waren. Die Übrigen waren Leibeigene von Fürsten und Klöstern. Ab 1806 waren dann alle Bauern frei.

Da die Probleme im nun zu engen Dorf immer größer wurden, entschloß man sich zu einer Vereinödung.

Heute ist das Gunzesrieder Tal bekannt als touristische Attraktion. Es ist ein wunderschönes Erholungsgebiet, in dem sich auch noch einige Bräuche erhalten haben. Jedes Jahr findet z.B. der Viehscheid nach dem Almabtrieb statt, was ein Schauspiel für Jung und Alt ist.

Ein weiteres Schmankerl neben der Gunzesrieder Sennerei mit ihren Produkten ist der Gasthof Kreuz im Ort, in dem man nicht nur sehr gut essen kann. Dort finden allerlei Veranstaltungen statt, die sehens- und hörenswert sind. Ein echter Geheimtip ...