Spinnerei und Weberei

1850 kauften Johann Schmid und Franz Bindschädler aus der Schweiz für 21000 Gulden das Grundstück, auf dem die ehemalige Eisenschmelze stand. Sie errichteten dort eine mechanische Spinnerei. Schon 7 Jahre später wurde die Fabrik vergrößert.
1871 kaufte der Schweizer Heinrich Gyr den Betrieb und baute ihn Jahr für Jahr aus. (Filialen in Oberdorf, Vorderhindelang und Oberstdorf)
1896 wird die Baumwollspinnerei und Weberei eine Aktiengesellschaft.

Industrie früher

1922/23 wird die Fabrikanlage durch Neubauten noch einmal stark vergrößert. Der 1889 erbaute Stauweiher lieferte inzwischen Kraft für 51200 Spindeln und 582 Webstühle. Etwa jeder 4. Einwohner Blaichachs arbeitete in der Fabrik.
Die Betriebsleitung sorgte vorbildlich für ihre Arbeiter. Es entstanden ein Mutter-und-Kind-Heim, ein Kindergarten, eine Kinderkrippe, ein Mädchenwohnheim und viele Wohnungen für Betriebsangehörige.

Über 100 Jahre lang bestand die Allgäuer Baumwollspinnerei und Weberei, bis 1960 die Firma Bosch die Fabrik kaufte.